850 JahreSiebenbürger Sachsen
Eine Reise durch die Zeit – von den ersten Siedlern im 12. Jahrhundert bis zur lebendigen Gemeinschaft in Ulm heute.
Wer sind die Siebenbürger Sachsen?
Die Siebenbürger Sachsen sind eine deutschsprachige Minderheit, die seit dem 12. Jahrhundert in Siebenbürgen (Transsilvanien, heute Teil Rumäniens) lebte.
Sie wurden von ungarischen Königen angesiedelt, um das Land zu entwickeln und die Grenzen zu sichern. Der Name "Sachsen" ist historisch bedingt – die meisten Siedler kamen aus dem Rhein-Mosel-Gebiet.
Über 850 Jahre prägten sie die Region mit ihren imposanten Kirchenburgen, blühenden Städten und einer einzigartigen Kultur.
Nach dem Zweiten Weltkrieg und besonders nach der rumänischen Revolution 1989 wanderte der Großteil nach Deutschland aus – doch die Tradition lebt weiter.
Meilensteine der Geschichte
Die Anfänge
Deutsche Siedler werden von ungarischen Königen nach Siebenbürgen gerufen, um das Land zu entwickeln und die Grenzen zu sichern. Sie erhalten Privilegien und Rechte.
Goldener Freibrief
König Andreas II. verleiht den Siebenbürger Sachsen den 'Goldenen Freibrief' (Andreanum), der ihre Rechte und Freiheiten garantiert.
Blütezeit
Bau beeindruckender Kirchenburgen, Entwicklung von Handel und Handwerk. Die Sieben Stühle bilden eine einzigartige demokratische Selbstverwaltung.
Verlust der Autonomie
Nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich verlieren die Siebenbürger Sachsen ihre jahrhundertealte Autonomie.
Rumänien
Siebenbürgen wird Teil Rumäniens. Die Sachsen behalten zunächst ihre kulturelle Identität und Institutionen.
Deportation und Enteignung
Nach dem Zweiten Weltkrieg: Deportation in die Sowjetunion, Enteignungen und Kollektivierung treffen die sächsische Gemeinschaft schwer.
Ausreisewelle
Unter dem kommunistischen Regime Ceaușescus verlassen viele Siebenbürger Sachsen ihre Heimat und siedeln nach Deutschland über.
Nach der Wende
Nach der rumänischen Revolution 1989 kommt es zu einer Massenauswanderung. Die meisten Sachsen verlassen Siebenbürgen.
Lebendige Traditionen
In Deutschland pflegen Vereine wie unsere Kreisgruppe Ulm die siebenbürgisch-sächsische Kultur, Sprache und Traditionen für kommende Generationen.
Kreisgruppe Ulm
Seit 1952 pflegen wir in Ulm die siebenbürgisch-sächsische Kultur. Mit regelmäßigen Veranstaltungen, Festen und Treffen halten wir unsere Gemeinschaft lebendig und geben unser Erbe an kommende Generationen weiter.

