Aus unserem Vereinsleben

Berichte & Erinnerungen

Tauchen Sie ein in die Geschichte unserer Gemeinschaft. Hier finden Sie Berichte von Festen, Veranstaltungen und besonderen Momenten aus unserem Vereinsleben.

2. Dezember 2020

Ein Abend mit Siebenbürgern in Ulm-Wiblingen

Die evangelische Kirchengemeinde Ulm-Wiblingen führte eine Veranstaltungsreihe über Integration und Beheimatung durch. Unter dem Titel "Ein Abend mit Siebenbürgern" wurden im Rahmen der Vortragsreihe "Gemeinsame Heimat – wie lebt ihr das?" die Siebenbürger Sachsen vorgestellt.

Der Bundesvorsitzende des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, Rainer Lehni war eingeladen, am Dienstag, den 13. Oktober 2020, die Siebenbürger Sachsen vorzustellen und über ihre Integration in Deutschland zu sprechen.

Da alle Veranstaltungen unserer Kreisgruppe Corona-bedingt abgesagt werden mussten, nutzten wir diese Gelegenheit unsere Mitglieder per Postkarte zu diesem Vortrag einzuladen. So ergab sich für unsere Mitglieder die Möglichkeit, sich bei einer Veranstaltung zu treffen.

Reiner Lehni startete seinen Vortrag mit einem knappen Überblick über die Geschichte der Siebenbürger Sachsen. Er zeigte einen kurzen Film über ihre Bräuche und Traditionen. Er erwähnte, dass eine große Mehrheit der Siebenbürger Sachsen seit den 1970er Jahren aus Rumänien ausgewandert sei und dass ab 1990 ein großen Schub, vor allem in die Bundesrepublik Deutschland, auswanderte. Er zeigte, dass ungefähr 250.000 Siebenbürger Sachsen in Deutschland leben und dass fast alle hier auch eine neue Heimat gefunden haben. Sie leben und wohnen über das ganze Bundesgebiet verteilt. Sein Fazit war, dass die Siebenbürger Sachsen in Deutschland gut integriert sind. Sie verfügen über einen sehr aktiven Verband mit vielen Gruppen, die ihre siebenbürgischen Traditionen in der neuen Heimat pflegen.

Nach dem Vortrag bat der Gastgeber, Pfarrer Andreas Wündisch um Wortmeldungen. Die Teilnehmer, die sich zu Wort meldeten, berichteten über ihre Erfahrungen in Deutschland. Alle haben hier in Deutschland eine neue Heimat gefunden und fühlen sich integriert. Als großer Pluspunkt für die schnelle Integration wurde das Beherrschen der deutschen Sprache in Wort und Schrift hervorgehoben. Auch die Hilfen vom deutschen Staat ermöglichte es den Siebenbürger Sachsen schnell Fuß zu fassen und nach und nach in Deutschland auch Heimat zu finden.

Pfarrer Andreas Wündisch bedankte sich bei den Gästen für ihr Kommen und die angenehme Runde. Er erwähnte, dass er sich weitere Veranstaltungen mit unserer Kreisgruppe wünsche. Diesem Wunsch werden wir gerne nachkommen, zumal wir unser Baumstriezelfest nächstes Jahr wieder im Riedlenhaus der Kirchengemeinde Ulm-Wiblingen feiern möchten.

Aje uch gotterhauldich

Der Vorstand

2. Dezember 2020

Gedenkfeier am Vertriebenen-Denkmal in Schelklingen

Im Jahre 2009 wurde das Denkmal für Vertriebene in Schelklingen eingeweiht. Seit damals findet dort zwei Mal jährlich eine Gedenkstunde für Vertriebene und Flüchtlinge des 2. Weltkriegs statt. Der BdV Kreisgruppe Ulm lud am 18. September 2020 zur Feierstunde am Vertriebenen-Denkmal in Schelklingen ein.

Der BdV Ulm wollte diese Gedenkstunde auch unter den schwierigen Corona – Bedingungen nicht ausfallen lassen. Draußen und mit Abstand konnte die Veranstaltung durchgeführt werden. Wie wichtig allen Landsmannschaften dieses Kulturereignis ist, zeigte sich auch in der Anzahl der gekommenen Gäste: trotz Corona kamen Vertreter aller Landsmannschaften. Unsere Kreisgruppe war durch die Kreisgruppen – Vorsitzende Claudia Benkö, Annemarie Schwachhofer, Brigitte und Werner Groß, Rudolf Kenzel und Monika Melas vertreten.

In seiner Ansprache gedachte Roman Pfeifle, Vorsitzender der Kreisgruppe Ulm des BdV, der gefallenen Soldaten im Zweiten Weltkrieg, sowie der vielen Flüchtlinge und Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten und aus Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Heimat verlassen mussten und von denen viele auf der Flucht starben.

Musikalisch wurde die Feierstunde von Frank Volker umrahmt. Mit der „Europa-Hymne", meisterhaft auf der Klarinette dargeboten, passte die Musikauswahl bestens in den Rahmen dieser Feierstunde.

Traditionell bringen die Landsmannschaften Blumenschmuck mit für die Gedenksteine. Unsere Kreisgruppe hat vor einigen Jahren eine steinerne Blumenschale gespendet. Diese wird zwei Mal jährlich von unsere Kreisgruppe bepflanzt.

Wir bedanken uns bei dem BdV Kreisgruppe Ulm für die Organisation dieser Gedenkstunde. Mit solchen Veranstaltungen können historische Erinnerungen wachgehalten werden.

Aje uch gotterhauldich

Der Vorstand der Kreisgruppe Ulm